Simone Spangler

 


Musikstudium: Leidenschaft, die Leiden schafft? –
Selbstbestimmt Musik studieren und motiviert bleiben


Abstract
Das Musikstudium erfordert ein hohes Maß an Disziplin, Talent und Hingabe. Diese extremen Anforderungen führen bei professionellen MusikerInnen nicht selten zu gesundheitlichen Problemen, was zahlreiche Studien belegen (Ginsborg, Spahn & Williamon, 2012). Als Konsequenz scheint es sinnvoll, bereits während des Musikstudiums auf diese Problematik hinzuweisen und Strategien aufzuzeigen, auf deren Basis ein motiviertes, leistungsfähiges und von Wohlbefinden erfülltes Berufsleben unterstützt wird. Der theoretischen Hintergrund der Forschungsarbeit basiert auf der Selbstbestimmungstheorie (SDT) von Ryan und Deci (2000b). Diese stellen Selbstbestimmung und Motivation in engen Zusammenhang mit Wohlbefinden und der Befriedigung der psychologischen Grundbedürfnisse Autonomie, Kompetenz und soziales Eingebundensein. Intention der Forschungsarbeit ist es, Aussagen zur Rolle von Selbstbestimmung bei Musikstudierenden hinsichtlich Motivation und Wohlbefinden zu treffen und deren Bedeutung für Übeverhalten und Leistung zu untersuchen. Zusätzlich sollen spezifische Regulationsstrategien evaluiert werden, welche sowohl bei den Studierenden selbst als auch in der Lehre Anreize schaffen und zur Förderung eines motivierten, leistungsfähigen und gesunden Musikstudiums beitragen können.

 
 
 

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Simone Spangler, in Regensburg geboren, ist Musikpädagogin (HfMuT Muc), Sport- (TU Muc) und Italianistikphilologin (LMU Muc). Des weiteren absolvierte sie u.a. die berufsbegleitende Weiterbildung „Tanzkunst in die Schule“ mit dem Zertifikat als Tanzprojektleiterin (TU Muc). Derzeit promoviert Simone Spangler bei Prof. Dr. Adina Mornell (Leiterin des Instituts für Instrumental- und Gesangspädagogik, Lehre und Forschung, IGP) an der HfMuT München im Hauptfach Musikpädagogik und Nebenfach Psychologie und ist 2014/15 Stipendiatin des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Im Studienjahr 2013/14 war sie mehrmals Gastdozentin am Institut für Musikpädagogik an der LMU München. Seit dem Wintersemester 2014 folgt sie dort einem Lehrauftrag. Als Pianistin, Klavierpädagogin, Kontrabassistin und Sängerin ist sie seit 1997 tätig und gibt seither Konzerte im In- sowie im Ausland (Frankreich, Schweiz, Niederlande, Italien, Österreich, Ungarn, Großbritannien, Brasilien, USA, Kanada u.a.). Die frühere jahrelange Mitarbeit bei der „neuen musikzeitung“, der „jazz“-Zeitung sowie beim conbrio-Verlag und bei BR4 Klassik ermöglichte eine intensive Beschäftigung im Bereich des Musikjournalismus und einen umfangreichen Einblick in die Entstehung musikwissenschaftlicher, -pädagogischer und -psychologischer Schriften, Texte und Artikel. Gegenwärtig verfasste Simone Spangler eine Buchrezension im Rahmen des Jahrbuchs 2015 der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie (DGM) zum Thema "Musik und Gesundheit" und wird Ihre Forschung im September 2015 beim Kongress „Musik und Wohlbefinden“ der DGM in Oldenburg vorstellen.





 

 


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